Bianca Jacobi von active performance im Internetview

Posted in Allgemein on June 1st, 2009

Bianca Jacobi
Name
Bianca *BB* Jacobi

Alter
24

Blog
agency-girl.com

Zahl mit Geschichte
2003 – das Jahr in dem ich in meine erste Selbstständigkeit gestartet bin und gemerkt hab, dass ich nicht verhungere und man sich auch mal ne Woche von Cornflakes ernähren kann ;)

Liest man deine Xing-Biographie/ deinen Lebenslauf sieht man schnell, dass du schon einige Agenturen von innen gesehen hast. Was macht eine professionell arbeitende Agentur für dich aus?
Eine Agentur lebt allein von Ihrem Kernteam, seien das Kreativteams, Accountmanager, Planner o.ä. Daher finde ich es in erster Linie unerlässlich, dass diese sowohl operativ in Ihrem Job herausragend sind, aber auch Agentur-intern das nötige betriebswirtschaftliche Know How mitbringen um ein verantwortungsbewusstes und langfristig orientiertes Unternehmen zu führen.

Agenturen sind Dienstleister, die im Idealfall Kundenzufriedenheit verkaufen. Und das sollte die Maxime sein! Den zufriedensten Kunden zu haben und dessen Kunden glücklich zu machen!

Wo wird sich der deutsche Online-Markt in die kommenden 18 Monate hinbewegen? Was sind die kommenden/ aktuellen Trends deiner Meinung nach? Hast du spezielle Businessmodelle oder Startups im Blick?
Ich denke in den nächsten 18 Monaten wird mal wieder kräftig ausgesiebt. Viele Startups werden nicht in die nächste Finanzierungsrunde kommen und aufgrund fehlender Monetarisierung im Geschäftsmodell untergehen. Andererseits werden einige Branchenkenner sehr günstig auf Shoppingtour gehen und azyklisch in Potential oder Traffic investieren.

Einige neue große Offline-Merchants werden den Schritt Online wagen und unseren Traffic damit endlich weiter füttern.

Post View Tracking bzw. eine Optimierung der Provisions- und Trackingmodelle werden sich weiter durchsetzen und Privat-Networks werden für Wirbel und Veränderung bei den Netzwerken sorgen.

Die nächste Generation SEOs und Publisher kommt aus der Schule / Uni und wird neuen Wind mitbringen, bisherige Top Publisher verlassen den Markt oder fallen stark in Ihrer Performance ab und lassen Ihr Portfolio aushungern, bzw. verkaufen.

Offline Agenturen werden sehr stark um Ihre Budgets kämpfen und Mediaagenturen werden genau dies zuerst zu spüren bekommen. Das Performance Marketing wird dadurch wachsen! Interessant finde ich den Ansatz auch Performance Kanäle über einen Media Planner / -Buyer abzuwickeln! Wäre mit dem Entsprechenden Know How sicher Cool!

In Bezug auf Geschäftsmodelle: Keks-Kanonen werden sterben. Saubere SEO Arbeit mit einem Kundenmehrwert wird noch stärker. Twitter als Hype wächst an und ersetzt mit den neuen Mobile Web Lösungen und neuen Verträgen der Telko Anbieter die „klassische“ SMS. Online Bezahl-Verfahren werden nochmal einen Wachstumssprung hinlegen. Und Auktionshäuser bestenfalls stagnieren. Ich finde Auktionen haben Ihren Zenit überholt und Preisvergleiche haben auf jeden Fall noch ordentlich Potential! Shoppingclubs werden erhöhte Nachfrage genießen. Und Zielgruppe Kinder und junge Erwachsene! WOW so wide open! Die surfen mal ganz anders… und beeinflussen Kaufentscheidungen erheblich.

Warum gibt es so wenige Frauen im Online-Marketing? Stimmt das überhaupt? Was tust du für eine stärkere Frauenlobby?
Ich denke nicht, dass es so wenige Frauen gibt, nur ist es wie in jeder anderen Branche auch: Es gibt wenige in der Geschäftsführung, es gibt wenige im Oberen Management und es gibt auch wenige, die dies oder eine gewisse Selbstdarstellung innerhalb der Branche möchten. Somit werden Frauen im Online Marketing oft einfach nicht von der Community wahrgenommen. Und mit dem vorherrschenden Testosteron Überschuss muss auch jedes OM Chick erstmal klarkommen!
Frauen im OM sind auf jeden Fall eine Bereicherung. Die emotionalen Stimmungen einer Zielgruppe oder eines Marktes werden von Frauen ganz anders wahrgenommen und Strömungen werden nochmal in einem anderen Licht betrachtet. Während männliche Kollegen oft einen gesunden Pragmatismus an den Tag legen, haben Frauen meiner Meinung nach oft eine Antenne und ein Gespür für den Markt und die Ansprache oder Bearbeitung. Es geht nicht um kreatives Keksen, sondern um Markenliebe und Abverkaufs orientierte Kommunikation!

Aber klar gibt es auch Organisationen von und für Frauen im OM! Scarlett (isaysorry.de) hat beispielsweise einen Affiliate und SEO Chat für Frauen gegründet. Wir sind auch in diversen anderen Foren, Chats und Arbeitskreisen aktiv. Ich persönlich habe täglich einen sehr intensiven Erfahrungsaustausch mit zwei Frauen aus dem OM, und habe hierfür eine Plattform auf der wir gemeinsam arbeiten und uns von der Arbeit abhalten können.

Mir ist in der Zusammenarbeit vor allem auch wichtig, dass ich mit Kollegen, ob Mann oder Frau, kommunizieren und arbeiten kann, daher würde ich mich niemals in eine Frauen-Lobby oder ähnliches begeben, da dies für mich erstmal ziellos erscheint.

3 Leute von denen du gerne mal ein Internetview lesen würdest?

  1. Chef Techi(s) zum Thema: „Know How Transfer bei schnellem Wachstum“
  2. Mediamarkt Saturn zum Thema: „Budgetplanung Online?!“
  3. Google China zum Thema: „David gegen Goliath – Rollentausch und Frust“

Deine 3 wichtigsten Links im www?
www.google.de - ist klar, aber was ich richtig oft damit mache? Rechnen und übersetzen! Google kann so viel mehr als suchen!
www.fleurop.de - um meine Omis zum Lachen zu bringen! YOU try it!
tools.sistrix.de - Mag ich sehr gerne! Und nun auch als Publisher Toolbox.

Vortrag SEO Campixx 2009

Posted in Allgemein on March 12th, 2009

Ich hatte das Vergnügen am vergangenen Wochenende auf der ersten SEO-Campixx vorzutragen. Ich habe über den Transformationsprozess vom SEO zum Unternehmer gesprochen, den leider nur wenige wirklich meistern. Insgesamt war das Niveau auf der Campixx sehr hoch. Umso mehr würde es mich freuen, wenn es 2010 wieder klappt. Orga, Location und Klima war prima.

Jetzt meinen Vortrag downloaden: vom SEO zum Unternehmer.pdf

Dr. Horst Joepen Geschäftsführer der Searchmetrics GmbH

Posted in Allgemein on March 2nd, 2009

Dr. Horst Joepen
Name
Dr. Horst Joepen

Alter
51

Blog
www.linkvendor.com/blog

Zahl mit Geschichte
6. Oktober 1999 - mein Entschluß, Siemens nach vielen Jahren Goodbye zu sagen und das Startup Webwasher zu gründen. Mein Einstieg in Internet, Online-Marketing (auch wenn wir zunächst als “Werbekiller” abgetan wurden) und Internet Security. Und habe es bis heute keinen Tag bereut…

Mit der Searchmetrics Suite vertreibt Ihr eine weltweit nahezu einzigartige Softwarellösung im Bereich “Analyse von SEM/SEO-Traffic”. Erklär uns bitte kurz was eure Software so besonders macht! Spürt Ihr im Vertrieb die aktuell angespannte wirtschaftliche Lage?
Die Software hat (mindestens) 2 Besonderheiten, die sie einzigartig machen: Erstens fasst sie die komplette Datenbeschaffung, mit der sich Suchmaschinenoptimierer herumschlagen (und viel Zeit mit nervigen Point-Tools, Scripts und Excel-Artistik zubringen) in einem Tool unter einem Cockpit zusammen. Man gibt nur die Domains und Keywords ein, die man beobachten will und die Suite erledigt den Rest automatisch - Woche für Woche. Und behält dabei die volle Historie aller Daten.
Zweitens schlägt die Searchmetrics Suite erstmals die Brücke von einem reinen Statistik- oder Ranking-Tool zu einem Forecasting-Tool, dass Trafficpotenziale, die ich durch Positionsverbesserungen erreichen kann, in Euro vorhersagt. Ich kann also vorher abschätzen, welchen Return meine Investition in Suchmaschinenoptimierung bringen wird. Wir sind stolz darauf, dass wir das als erste bieten können.

Die angespannte Lage spüren wir im Vertrieb natürlich auch, aber gerade jetzt sind die Zeiten vorbei, in denen Kunden “auf Verdacht und Glauben” Geld für Suchmaschinenoptimierung ausgeben. Dabei gibt es über SEO für viele Traffic deutlich günstiger als über SEM zu holen. Insbesondere Agenturen sind mit der Suite in der Lage, das ihren Kunden aufzuzeigen und dann zielgerichteter als bisher umzusetzen.

Die Suite ist ein SaaS-Produkt. Wie beurteilst du die Zukunft von SaaS (Software-as-a-Service)? Wie schätzt du das Potenzial von PaaS (Plattform-as-a-Service >> Amazon EC2 zum Beispiel) in den kommenden Jahren ein?
Für eine Anwendung wie unsere ist SaaS ideal, da wir die gesamte Datengewinnung und Datenhaltung zentralisieren können, während der Kunde über Webinterface seine individuelle Sicht auf die Daten bekommt. Für diese und ähnliche Anwendungen, die relativ unabhängig von anderen Unternehmensprozessen laufen, wird SaaS noch ein riesiges Wachstumspotenzial haben. PaaS ist für mich eher ein Angebot an Unternehmen, die SaaS Anwendungen entwickeln und dafür eine Plattform brauchen (also jemand wie wir selbst) und wird daher ein sehr spezielles Angebot bleiben. Vor den Grenzen von SaaS hat Gartner gerade in einer aktuellen Studie gewarnt: wenn etwa eine Kreditkartengesellschaft oder eine Bank ihre Transaktionen in einer SaaS Wolke abwickeln würde - hierfür sind ganz neue Sicherheitskonzepte erforderlich. Wie kann Compliance sichergestellt werden? Wie kann der Schuldige an einer fehlerhaften Transaktionsverarbeitung ermittelt werden?

Als erfahrener erfolgreicher Unternehmer hast du sicher schon so manche kritische Situation miterlebt und gemeistert. Was ist dein Tipp für junge Unternehmer in Zeiten wie diesen?
Die Liquidität genau im Blick halten, Erreichtes nicht durch zu hohes Risiko gefährden, lieber weniger - und das, was man gut kann - auch richtig gut machen und sich bietende Chancen (denn andere haben oft noch größere Probleme) mit innovativen/kreativen Ansätzen nutzen.

3 Leute von denen du gerne mal ein Internetview lesen würdest?
Marco Börries, hat StarDivision mit 16 gegründet und daraus ist über die Jahre Open Office geworden. Ich habe vor vielen Jahren mit ihm zusammengearbeitet, weiss aber eigentlich nicht genau, was er heute so macht.
Lars Hinrichs, OpenBC/Xing - wäre spannend zu hören, was er künftig machen will.
Larry Page ;-)

Deine 3 wichtigsten Links im www?
www.google.com - klar, ohne Google kann auch ich im Netz nicht leben
www.xing.com - für die deutsche Online-Community DAS Netzwerk
Das online Banking Portal unserer Bank - Grund: siehe oben unter Tipps ;-)

Als Geschäftsführer einer SEO-Firma müsste ich jetzt eigentlich hier www.searchmetrics.com nennen. Backlinks über alles…

Martin Sinner von idealo.de

Posted in Interview on February 24th, 2009

Martin SinnerName
Martin Sinner

Alter
41

Blog
www.martinsinner.com

Zahl mit Geschichte
2006: Axel Springer steigt bei Idealo mit ein.

Als einer der Gründer von idealo.de hast du den deutschen Online-Markt sehr gut im Blick. Wie stehst du der Web2.0-Bewegung gegenüber? Nutzt Ihr Web2.0 bei Idealo? Wenn ja in welcher Form? Schwierige Frage wie ich Web2.0 gegenüber stehe. Letztendlich weiß ich gar nicht wo 1 aufhört und 2 anfängt. Aber wenn es die gnadenlose Selbstentblößung ist, die einige betreiben, dann tuts mir leid um jeden der diese Waffe in die Hand bekommen hat. Wir selbst sind dann schon eher Web1.x, ein banales Informationsprodukt, das mit dem Gehalt seiner Informationen steht und fällt und nicht mit dem was seine Nutzer auf der Website machen. Und ich selbst, Web2.0-Produkte benutze ich so gut wie gar nicht. Ich denke sogar drüber nach mein Facebook-Profil zu löschen, wozu ist das gut?

SEO ist ein essentieller Bestandteil des Erfolges von Idealo. Wie sieht ein idealer Linkpartner für dich aus? Wenn der Link zu Idealo eine ideale Erweiterung des Contents der verlinkenden Seite ist, dann passt das.

Was würdest du ambitionierten Startups, Agenturen oder Firmen raten, um sich heute für kommenden 18 Monate solide aufzustellen um möglichst bald SEO-Traffic zu erhalten? Sauber arbeiten; keine Linkbaits nur um der Links willen; keine Links acquirieren, die später bereut werden; das Produkt kontinuierlich verbessern; wertige Inhalte aufbauen, arbeiten, arbeiten, arbeiten. Das alles hat schon vor 10 Jahren gegolten.

Wie viele gute Projekte im E-Commerce-Bereich gibts in DE, die mit idealo.de seotechnisch auf Augenhöhe agieren? Welche sind das? Da gibt es eine Menge, wobei ich niemanden loben möchte, am Ende schadets ihm noch. Ich sehe allerdings Idealo SEO-technisch gar nicht besonders optimiert. Wir haben guten Content in den wir viel Arbeit stecken. Dass wir damit ganz gut ranken, ist doch normal, würde die Konkurrenz auch.

3 Leute von denen du gerne mal ein Internetview lesen würdest?
Mario Dolzer, Schmidtlein-Brüder, Frank Moll

Nenne uns bitte deine 3 nützlichsten Links im www?
http://flug.idealo.de/ (kein Witz oder Selbstlob, ist einfach die beste Flugseite im Netz und ich nutze sie oft)
www.google.de/reader/view/
www.techcrunch.com

Ron Hillmann von Iven & Hillmann im Internetview

Posted in Interview on March 10th, 2007

Ron HillmannName
Ron Aron Hillmann

Alter
39

Blog
www.autoregional.de/autonews

Zahl mit Geschichte
2000 — im Jahr 2000 war ich der erste Fulltime-Affiliate-Manager in Deutschland. Übrigens bei ImmobilienScout24. Diese Plattform ist derzeit der unangreifbarer Marktfüher unter den Portalen der deutschen Immobilienanzeigen.

Ron, du bist einer der erfahrensten Online-Marketing Experten in Deutschland. Über SEO bist zu den Partnerprogrammen und SEM gelangt. Welche grundlegende Einschätzung hast du, wenn du dir die aktuelle OM-Szenerie in Deutschland, Europa und der Welt anguckst? Aktuell haben wir den Trend, dass die Webanalyse des Traffics auf der Seite priorisiert wird. Natürlich sind die erfahrenen Online-Experten mit diesem Thema schon lange durch. Doch der Wettbewerb um Platzierungen in den bezahlten Ergebnissen und den vorhandenen Werbeplätzen in Affiliate-Netzwerken ist hart und wird zunehmend teurer. Da müssen die Ströme auf der Seite in Richtung Kauf und Anmeldung optimiert werden. Zunehmend müssen wir unsere Kunden zu diesem Thema beraten und ihnen die Kaufentscheidungen für Analyse-Tools vorbereiten. Zu diesem Thema gehört auch der Bereich ECRM. Optimiert wird derzeit auf Kundenbindung und Kundenempfehlung.

Ein Grund dieser Orientierungen sind vor allem die abnehmenden Erfolge im Index der Suchmaschinen. Inhouse-Optimierer können mit den ständig neuen Anforderungen selten mithalten. Redaktionelle Inhalte werden immer wichtiger. Auch hier liegt ein neuer Trend international. Die Online-PR ist ein derzeitiger Erfolgsfaktor, um die Zielgruppen zu erreichen und des Netzwerk auszubauen. Längst gehören Google-News, Themen-Blogs, Blogsuchen und Themen-News-Portale zum Alltag.

Als Inhaber einer erfolgreichen Online-Marketing Agentur kennst du das für viele unbekannte Wesen “Kunde” sehr genau. Was sind deiner Erfahrung nach die entscheidenden Kriterien, die der Kunde bei der Auswahl eines Dienstleisters zu Rate zieht? Rationale Entscheidungen sollten das Handeln bestimmen. Haben Agenturen Erfahrungen im gesamten Spektrum der Online-Kanäle? Kennen Sie beispielsweise die gesamte Wertschöpfungskette? Wissen Sie, wo der Kunde abgeholt werden muss. Können Sie Zielgruppen und Zielgruppenüberschneidungen analysieren. Besitzen sie den Marktüberblick für das Produkt und den Wettbewerb? Sind sie selber gut vernetzt? Wie ist es um ihre finanziellen Mittel bestellt, wenn sie bei schnellem Wachstum in Vorleistung gehen müssen?

Was werden deiner Meinung nach die entscheidenden Wachstumstreiber der Branche in den kommenden 18 Monaten sein? Webanalyse, Online-PR, SEO und Affiliate-Bindungen. Dazu dann Kampagnen in den neuen Werbeplätzem in der 3D Welt und den Communities als Zielgruppen-Cluster regional, soziodemographisch und special interested.

Wie sieht der ideale Affiliate für dich aus? Ein Online-Experte in allen Kanälen. Erfahren in SEO, SEM, Google-Analytics und Inhaber einer ansprechenden Webseite.

Hört man den Betreibern der Affiliate-Netzwerke ein wenig genauer zu, ist zu vermuten, dass es im Affiliate Marketing wieder Bestrebungen gibt, nicht mehr nur auf cpx vergütet zu werden, sondern auch die kostenlose Branding-Effekte, die durch eine Vielzahl unvergüteter PIs entstehen, mit in die Bezahlung der Affiliates einfließen zu lassen. Wie siehst du diese Entwicklung? Kurzfristig wäre da eine Chance, da Layer-Netzwerke den Umsatz in einigen Netzwerken derzeit fördern. Doch der nächste IE wird diese Displays sicherlich wieder blocken. Der Gedanke der Weiterempfehlung wird sicherlich beibehalten. Provisionen werden für Aktionen (Registrierung, Suchen, Käufe) gezahlt. PIs zu bezahlen, würde ein Umdenken der Policies in den Netzwerken erfordern. Die Netzwerke könnten dann nur Seiten zulassen, die sie auch wirklich täglich steuern können. Dafür gibt es aber bereits Media-Agenturen.

Online Marketing ist zurzeit ein sehr angesagtes Thema in deutschen Vorstandsetagen. Was kannst du einer Firma mit auf den Weg geben, die jetzt Ihren Marketing-Mix um den Kanal Online erweitern möchte? Den zu erwarteten Lebensumsatz der Kunden kalkulieren. Aquisitionskosten und Branding innerhalb des angesetzten Marketing-Budgets beachten. Online und Offline jetzt schon gleich gewichten. Den Besucher der Seite analysieren und aussteuern. Das Besetzen einzelner Online-Kanäle mit erfahrenen Interims-Managern und Agenturen in der Aufbauphase. Den Aufbau von langfristigen Consulting- bzw. Vertriebspartnerschaften pflegen.

Nenne uns bitte deine 3 nützlichsten Links im www?
www.google.com/analytics/de-DE/
www.xing.com
www.seochat.com/

Chris Schagen von Linklift im Internetview

Posted in Interview on March 1st, 2007

Chris SchagenName
Chris Schagen

Alter
31 Jahre

Blog
www.linklifter.de

Zahl mit Geschichte
5:1 - hatte Deutschland in 2001 einmal gegen England verlorgen, und ich habe vor schwerstem seelischen Leid auch gleich noch mein Auto zu Schrott gefahren…

Chris, du bist ein erfahrener Internetunternehmer. Unter anderem hast du das USA-Geschäft für Jamba/Jamster aufgebaut. Zur Zeit ist Linklift dein “Baby”. Was macht den Markt für Textlinks so attraktiv, dass du hier eingestiegen bist? In den USA hatten wir für den besagten Klingeltonanbieter neben TV-und Printwerbung vor allem PPC und Affiliate-Marketing gemacht. Unsere Affiliates haben sich sodann auf die organische Suche gestürzt und sämtliche attraktiven Positionen besetzt. Solange auch kein nennenswerter Wettbewerb im Lande war, sind mir mit dieser Position auch gut gefahren, nur als es dann doch sehr kompetitiv wurde und viele Affiliates gewechselt sind, da standen wir von einem großen Traffic-Loch.

Das hatte mich sehr geärgert, weil wir uns dieses Dilemma durch unsere Passivität im Link-Marketing selbst eingebrockt hatten. Daraus ist die Idee für LinkLift entstanden. Wir wollten einen Marktplatz schaffen, der das kaufen und verkaufen von Textlinks einfach macht. Einen Anbieter, der einem die “Drecksarbeit” beim Link-Marketing abnimmt, die Recherche, Ansprache, Abwicklung und Überwachung übernimmt. Und ich denke damit sind wir inzwischen auf einem guten Weg.

Ihr firmiert unter dem Ltd.-Kürzel. Wie sind deine Erfahrungen im Bezug auf Vertrauen, Beteiligungsfähigkeit und Bürokratie mit der Gesellschaftsform Limited? Unter welchen Umständen lohnt es sich eine Limited zu gründen? Eine Limited hat letztlich wie alle Rechtsformen Vor- und Nachteile. Wenn man eine Internationalisierungsstrategie hat, lohnt es sich, über die Limited nachzudenken. Wenn man nur in Deutschland operieren möchte, dann ist die Limited eigentlich nur für solche Projekte zu
empfehlen, bei welchen man 100% Eigentümer ist, keine Banken im Hintergrund hat und sich vor der Kapitaleinlage einer GmbH scheut.

Grob gesprochen, Vertrauen in die Limited ist in Deutschland eher niedrig, im internationalen Geschäftsverkehr eher besser, die
Beteiligungsfähigkeit ist in der Ersteinrichtung aufwendiger, sodann aber weniger arbeitsintensiv und die Bürokratie ist eher niedriger als bei der GmbH.

Textlinkbörsen wird häufig unterstellt ein Tummelplatz für SEOs zu sein, die mit dem Kauf von Textlinks versuchen Suchmaschinenergebnisse zu beeinflussen. Was wollen eure Kunden mit dem Linkkauf erreichen? Link-Marketing ist ein Thema, welches für sämtliche Verantwortliche im Online Marketing eine zunehmend größere Bedeutung einnehmen wird. Suchmaschinenergebnisse sind sicherlich für eine Gruppe von Werbetreibenden ein Faktor, oft unterschätzt ist aber auch der direkte Effekt, nämlich gezielter und relevanter Referrer Traffic gerade bei einer attraktiven Plazierung eines Textlinks in einem redaktionell passenden Kontext. Letztlich geht es darum, für die User in einem relevanten Umfeld präsent zu sein.

Warum empfehlt Ihr euren Publishern nicht die eigene Domain innerhalb des Marktplatzes Linklift zu kommunizieren? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wir möchten Risiken vermeiden, die durch eine möglicherweise willkürliche Abstrafung von Webseiten durch Suchmaschinen entstehen können. Weiterhin wird die Verschattung der Publisher-Identität von vielen Werbetreibenden als Gütesiegel angesehen.

Linklift ist bis dato nur auf dem deutschen Markt tätig. Können wir hier mit einer Internationalisierung in naher Zukunft rechnen? Welche Märkte sind deiner Meinung nach für eine Expansion besonders interessant? Ja, an der Internationalisierung arbeiten wir gerade mit Hochdruck. Vor allem das nahe europäische Ausland steht als nächstes auf der Agenda. Dabei nutzen wir den Standort Berlin mit einem sehr internationalen Reservoir an Fachkräften und werden in einem ersten Schrit die Märkte von Berlin aus betreuen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Start-Ups habt Ihr bereits von Beginn an Einnahmequellen, die nicht nur auf Werbung basieren. Was denkst du über Dienste, wie StudiVZ, Qype, Mister Wong zum Beipsiel, die (noch) über kein direktes Erlösmodell verfügen. Die Einschätzung ist nicht ganz korrekt, die Aktivität auf unserem Marktplatz bewegt sich ebenfalls im Einklang mit der gesamten Online-Werbung. Der Unterschied ist eher, dass wir von Anfang an Umsätze schreiben. Den Vergleich sehe ich aber eher sportlich. Ich denke, dass bei vielen Modellen mit frühem Erlösmodell letztlich das Risiko zwar geringer ist, oftmals dieses attraktivere Risikoprofil mit einer dafür im Vergleich geringeren Maximalertragschance einhergeht. Ich bin davon überzeugt, dass man mit Geschäftsmodellen wie StudiVZ, Qype oder Mister-Wong sehr viel Geld verdienen kann, nur muß man es definitiv zur unbestrittenen Nr. 1 schaffen und für diesen Weg bereit sein, auch viel Geld zu investieren. Ich wünsche den jeweiligen Gründern jedenfalls viel Erfolg und Unternehmerglück — wir brauchen nämlich mehr Unternehmer in Deutschland, und Erfolgsstorys spornen Nachahmer an.

Wie wollt Ihr euer Wachstum in Zukunft aufrecht erhalten? (Stichwort: Zukäufe!) Auch hier sehen wir uns in einer grundsätzlich offenen Haltung, wobei wir aktuell keinen unmittelbaren Bedarf sehen und von den Baustellen her auch an anderen Fronten kämpfen, siehe Punkt Internationalisierung. Sofern sich jedoch Möglichkeiten ergeben, die strategisch eine neue Dimension eröffneten, würden wir jedoch scharf darüber nachdenken.

Zum Abschluß nenne uns bitte deine drei nützlichsten URLs im www! Mir gefällt www.linkvendor.com als Backlink-Tool gut, www.xing.com ist ganz wunderbar und für alle die noch keine RSS-Feeds abonnieren möchte ich www.bloglines.com sehr ans Herz legen, ohne welches ich in meine tägliche RSS-Feed Dosis längst nicht mehr bewältigen könnte.

andere Interviews mit Chris:
gruenderszene.de
interview-blog.de
emarketing-blog.de

geinternetviewed

Posted in Allgemein on February 20th, 2007

Da habe ich kaum den ersten Internetview online und schon darf ich ein eigenes Interview geben. Klaus-Martin Meyer hat es auf seinem Interview Blog geführt.

Kolja Hebenstreit im Internetview

Posted in Interview on February 2nd, 2007

Kolja Hebenstreit
Name: Kolja Hebenstreit

Alter: 22

Blog: KoljaHebenstreit.de

Eine Zahl mit Geschichte:
43 - die ID meines eigenen Spreadshops, eröffnet im Jahre 2002. Heute gibt es bereits über 200.000 Shops.

Du bist noch sehr jung, leitest aber bereits die Online Marketing Abteilung bei Spreadshirt. Spielt Alter/Erfahrung eine Rolle oder gelten im virtuellen Geschäft andere Regeln?
Erfahrung ist wichtig. Da es die ganze Branche aber noch nicht so lange gibt, habe ich vergleichsweise viel Erfahrung. Meine erste Homepage hatte ich 1998 und meine Firma 2002. Zum anderen sind aber auch gerade Entdeckergeist und Anpassungsfähigkeit wichtig, die man wiederum verstärkt in jungen Jahren hat.

Was macht es für dich so attraktiv bei Spreadshirt zu arbeiten?
Zu allererst das Team. Wir haben sehr gute Leute aus allen Bereichen, die sich perfekt ergänzen. Aber auch Offenheit, Mut zu Innovationen und das unternehmerische Denken auf allen Ebenen sind sehr wichtig. Außerdem kann ich mich mit dem Produkt gut identifizieren.

Beschreibe kurz deine Aufgaben, dein Team und eure Arbeitsweise Wir kümmern uns um die klassischen Onlinemarketing-Channel wie SEO, Keyword-, Affiliate- und Emailmarketing. Aktuell aber auch um Webanalytics und den Shirt-Designer von der Produktseite. Und wo du eben schon nach der Erfahrung gefragt hast, ich finde den Know-how-Austausch - sei es über Konferenzen, Blogs oder persönliche Kontakte - sehr wichtig, zum anderen aber auch das Experimentieren.

Worauf legt Ihr am meisten Wert bei eurer Arbeit: SEM, SEO, E-Mail, Banner oder Affiliate? Was ist das wichtigste Online Marketing-Instrument für euch?Am besten läuft der Search-Bereich. Wir machen aber alles, was sich bei unserem Ziel-CPO und nach Aufwandsabwägung lohnt.

Was ist deiner Meinung nach das Kernelement des Erfolges von Spreadshirt? Ich glaube nicht an den einen, alles entscheidenden Erfolgsfaktor. Gerade nicht bei Spreadshirt, wo wir drei verschiedene Hauptgeschäftsfelder haben, in denen jeweils ganz andere Sachen zum Erfolg geführt haben. Wovon wir auf jeden Fall profitieren, ist der Long Tail – viele Menschen können und wollen sich in ihren eigenen Nischen verwirklichen. Ob das nun mit einem individuellen T-Shirt oder gleich mit einem eigenen Shop ist – die Individualisierung führt zur Customization von Produkten und da kommen wir ins Spiel.

Spreadshirt strebt nach vorn und akquiriert munter Firmen. Was hat es mit der Übernahme von So Zeug auf sich? Sehen wir bald Spreadshirt-Drucke auf selbstgestrickten Wintersocken? Bis jetzt waren es erst zwei. Mit Sozeug haben wir einen neuen - zur Zeit noch sehr kleinen - Geschäftsbereich gekauft, bei dem die Integrationspläne noch nicht in Stein gemeißelt sind. Um einiges bedeutender war aber der Zukauf von Lafraise, durch den wir europäischer Marktführer im Bereich Design-Wettbewerbe geworden sind.

Was sind die größten Herausforderungen in der nächsten Zeit für Spreadshirt? Zum einen ist es die permanente Optimierung unserer Produkte, damit wir unseren Innovationsvorsprung halten können. Aktuell arbeiten wir an einem Relaunch der Webseite, der es für die Kunden und Partner logischer und einfacher machen soll, sich zurechtzufinden und das passende Produkt oder einfach Gleichgesinnte zu finden. Zum anderen mehr Community, mehr Design, mehr Vernetzung – wir wollen unserem Anspruch gerecht werden, World’s Creative Apparel Platform zu sein.

Was sind für dich die nächsten Trends im Bereich Online Marketing? Die größte Herausforderung ist der Bereich Targeting. Die Suche nach Informationen und Produkten funktioniert schon hervorragend, wie Google beweist. Kontext- und Userbezogene Werbung ist noch zu unspezifisch und oft einfach nicht passend, was zu niedrigen Conversions führt. Mit besserer Technologie kann dieser „Browse Traffic“ sehr gut monetarisiert werden, da schlummert jede Menge Werbepotential.

Wie wird sich Spreadshirt an diesen Trends beteiligen? Da wir alle Kampagnen fahren, die uns unser CPO ermöglicht (eines meiner Lieblingsshirts hat den Aufdruck: CPO Rulez), werden wir bei besserem Targeting höhere Mediavolumina ausgeben können.

Nenne uns zum Abschluß bitte deine 3 nützlichsten URLs im www XING, Google, Netvibes

Web2.0 Jobs -und (k)einer weiß was es ist!

Posted in jobs on January 14th, 2007

Ich erhalte regelmäßig den Jobletter von Monster. Ich habe dort 2 Suchfilter so konfiguriert, dass mir nahezu jede ausgeschriebene Stelle im Internetbereich zugesendet wird. Tolles Tool zur Marktüberwachung! Heute flatterte mir folgendes Angebot rein:

kostenlos Bilder hochladen

In feinstem Denglisch wird nach einem “Leiter Business Development Web 2.0″ gesucht. Was kann man sich darunter vorstellen? Keine Ahnung! Bei genauerem Blick in die Stellenbeschreibung bin ich ein wenig schlauer. Also eine eierlegende Wollmilchsau, die herausfindet wie man mit existierenden und neuen Kram Geld verdient. Ich vermute die Restaurentempfehler mit den 4 Buchstaben aus dem hohen Norden stecken dahinter. Ich kann mich natürlich auch täuschen.

Im Prinzip ist auch egal wer dahinter steckt. Dieses Gesuch macht mir nur wieder 2 Dinge mehr als deutlich. Erstens krankt die Internetbranche an Verdenglischung. Die Folge daraus ist, dass man nicht mehr vom Anwender verstanden wird. Hier kann ich Susanne Vierser [IWB 1/07] nur beipflichten.

Zweitens - und das ist eigentlich noch viel schlimmer - wird hier jemand gesucht, der ein Geschäftsmodell eines bereits operativ tätigen Unternehmens definieren bzw. schärfen soll. Unternehmen ohne Geschäftsmodell an den Start zu bringen kann funktionieren. Google selbst ist der beste Beweis dafür. Allerdings bin ich Kaufmann genug, um zu wissen dass jede Investition einen positiven ROI erwirtschaften sollte. Sei dieser ROI auch noch so abstrakt definiert. Ich finde es jedenfalls erschreckend ohne Geschäftsmodell an den Start zu gehen. Ohne selbiges der Firma hinter dem Stellengesuch zu unterstellen. Mal sehen wer die Stelle besetzt.

Wie stehen Sie zu operativen Projekten/Unternehmen ohne Erlösmodell?

Die Mission

Posted in in eigener Sache on January 14th, 2007

Mit internetviews.de möchte ich eine Plattform schaffen auf der Meinungen veröffentlicht und diskutiert werden. Wie der Name schon sagt, werden das vorrangig Meinungen von Leuten sein, die sich mit dem Internet beschäftigen. Ob sich das auf beruflicher, politischer oder privater Ebene abspielt ist offen. Inspiriert durch Lukasz’ Gründerszene denke ich dass noch genügend Raum für ein weiteres Blog dieser Coleur ist. Auf geht’s!


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